Wirklich wichtig ist die Absicherung der Existenz

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Sichere Finanzplanung: Was Familien bei der Versicherungswahl beachten sollten

Brühl, 14.11.2014. Die Heirat, die Geburt eines Kindes oder der Hauskauf – Diese herausstechenden Lebensereignisse bedeuten nicht nur eine große Veränderung im Leben eines Menschen, sie verlangen die Anpassung der Finanzen und der Versicherungen. Bei der Versicherungswahl stehen viele Familien vor einer riesigen Informationsflut, die es zu bewältigen gilt: Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn bei vielen Angeboten der Versicherungsmakler handelt es sich um Policen, die nutzlos und obendrein viel zu teuer sind.

Die richtige Wahl des Versicherungsschutzes ist mitunter eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen, die eine Familie treffen muss – sogar noch vor der Altersvorsorge.

Viele frisch gebackene Familien kennen diese Situation: Kaum ist das erste Kinde geboren, liegt das Postfach voller Anschreiben von Versicherungen. Dutzende Versicherungsangebote, die nach Angaben des Versicherers vollkommen notwendig für eine Familie seien, darunter Privathaftpflicht-, Sterbegeld-, Unfallversicherung  etc.
Bei der Wahl der Policen sollte die Familie jedoch keine unüberlegten Entschlüsse treffen. „Zuallererst muss sich eine Familie gegen die wirklich existenzbedrohenden Risiken absichern. Das ist im schlimmsten Falle der Tod des Hauptverdieners, Invalidität oder Haftpflicht“, so die unabhängige Versicherungsberaterin Sarah Vos von www.solvenzcoach.de.

Haftpflicht-, Berufsunfähigkeit- und Risikolebensversicherung – Auf diese drei Policen sollte keine Familie verzichten.

Bei der Haftpflichtversicherung sollte keine Familie sparen: Denn wenn durch die Unachtsamkeit eines Familienmitgliedes Gegenstände oder gar Personen zu Schaden kommen, kann das sehr schnell richtig teuer oder sogar existenzbedrohend sein. Liegt keine Haftpflichtversicherung vor, haftet die Familie im Schadensfall mit ihrem Gesamtvermögen. Die Privathaftpflicht greift bei Sach-, Vermögens oder Personenschäden, die im privaten Umfeld passieren.

Von Familien unterschätzt wird besonders das Berufsunfähigkeits-Risiko. Vom Staat bekommt man im Falle der Berufsunfähigkeit keine finanzielle Unterstützung mehr, es sei denn, man ist vor dem Jahr 1961 geboren. Darum ist es besonders wichtig, sich hier abzusichern.

Kommt es noch schlimmer und der Hauptverdiener der Familie verstirbt, so steht die Familie nicht nur emotional unter Schock, sondern ohne Risikolebensversicherung (RLV) auch vor dem finanziellen Ruin.  Die RLV mindert zumindest die finanziellen Folgen eines Sterbefalles eines Hauptverdieners in der Familie. Die Beiträge sind erschwinglich, hier sollte keine Familie beim Abschluss zögern.

Auf diese Versicherung können Familien verzichten

Zögern sollte eine Familie hingegen, wenn ein Versicherungsmakler zum Abschluss einer Ausbildungsversicherung für die Kinder rät. Als Sparform für die Ausbildung ist diese Police nur wenig sinnvoll. Auch auf eine Sterbegeld oder Krankenhaus-Tagegeldversicherung kann getrost verzichtet werden. Letztere beispielsweise wird bereits durch das Krankengeld der Kasse abgedeckt. Viel zu teuer hingegen ist eine fondsgebundene Lebensversicherung, hier gibt es sinnvollere und kostengünstigere Alternativen, die auch steuerlich einige Vorteile bieten.

Allgemein rät die Versicherungsexpertin Vos zu einer intensiven Auseinandersetzung der Familiensituation im Vorfeld: „Eine gewissenhafte Planung schützt vor falschen Entscheidungen. Auch eine spezifische Risikoanalyse hilft bei der Aufdeckung des individuellen Versicherungsbedarfes.“

Quelle: www.solvenzcoach.de

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de