Die Lebensdauer der Gastherme durch regelmäßige Thermenwartung verlängern

Egal ob Gas- oder Kombitherme – eine regelmäßige Thermenwartung ist unumgänglich. Die Wartung gewährleistet einerseits einen störungsfreien Betrieb, verlängert andererseits aber auch die Lebensdauer.

Regelmäßige Thermenwartung – Vielfältige Gründe sprechen dafür

Thermen verfügen über einen sogenannten Brennraum, in dessen Innenbereich immer wieder Verunreinigungen entstehen. Es bilden sich diverse Rückstände, deren kontinuierliche Entfernung notwendig ist. Nur so lassen sich die Effektivität der Therme und der störungsfreie, sichere Betrieb gewährleisten. Darüber hinaus verfügt jede Therme über diverse Verschleißteile. Diese müssen ebenfalls regelmäßig überprüft und bei Bedarf ausgewechselt werden. Durch die Überprüfung und unter Umständen notwendige Auswechslung lassen sich größere Schäden effektiv vorbeugen. Thermen besitzen ferner einen wasserführenden Teil, in denen sich Kalkrückstände ablagern. Hier ist ebenfalls eine regelmäßige Entfernung notwendig, andererseits kann es passieren, dass der Energiebedarf signifikant steigt und zu viel Energie verschwendet wird.

Thermenwartung – Wie oft sollte sie erfolgen?

Entsprechend der allgemeinen Empfehlungen sollte die Wartung einer Therme mindestens alle zwei Jahre erfolgen. Wichtig ist dabei die Kontinuität. Generell empfiehlt sich eine Thermenwartung vor Beginn der offiziellen Heizperiode. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Herbst. Generell sollte die Wartung ausschließlich von einem Fachmann ausgeführt werden.

So läuft eine fachmännische Thermenwartung ab

Im Idealfall sollte die Wartung durch die Firma durchgeführt werden, die auch die Installation vorgenommen hat. Ist dies – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich, empfiehlt sich ein Fachmann, der mit dem verbauten Fabrikat vertraut ist. Welche Arbeiten am Gerät erforderlich sind, hängt unter anderem vom Alter und von der Geräteart ab. Hin und wieder kann es erforderlich sein, die Therme in zahlreiche Einzelteile zu zerlegen. Daneben gibt es aber auch Geräte, bei denen nach Gas- und Wasserabschaltung lediglich ein Kessel aus dem Gerät geholt, kontrolliert und gereinigt werden muss.

  1. Zu Beginn der Thermenwartung werden sämtliche Ablagerungen entfernt. Auch gegebenenfalls vorhandene Kalkablagerungen zählen dazu.
  2. Im Anschluss müssen sämtliche Leitungen und Dichtungen intensiv gesichtet werden. Hier sei anzumerken, dass vor allem vorhandene Dichtungen mit der Zeit sehr spröde werden können und dementsprechend ein Wechsel erforderlich wird. In einigen Fällen ist es jedoch ausreichend, die Dichtungen lediglich neu einzufetten, damit die erforderliche Geschmeidigkeit erhalten bleibt.
  3. Im weiteren Verlauf erfolgt eine Prüfung der elektrischen Bestandteile. Hierzu zählen beispielsweise die Überwachungs- oder Zündelektrode. Auch hier kann es bei Bedarf notwendig sein, die jeweiligen Einzelteile auszutauschen.
  4. Der erfahrene Fachmann überprüft ferner sämtliche Ventile, die für die gas- und wasserführenden Leitungen erforderlich sind. Hier erfolgt in der Regel nicht nur eine Sichtung, sondern zudem ein ausführlicher Test.
  5. Zur Thermenwartung zählt auch die Überprüfung der Abgasleitungen. Die Abgasableitung kann über einen eigenen oder aber über einen regulären Schornstein erfolgen. Prinzipiell erfolgt die Überprüfung der Abgasleitung durch einen Schornsteinfeger, der separat bestellt werden muss. Es empfiehlt sich, diesen kurz nach der Thermenwartung zu beauftragen.

Kosten einer umfangreichen Thermenwartung

Generell ist die Kostenfrage einer Thermenwartung nicht pauschal zu beantworten. Die entstehenden Kosten hängen vom Modell und vom Gerätealter ab. Ferner entscheidet der entstehende Aufwand. Bezüglich der Grundkosten einer Wartung sollte von mindestens 80 Euro ausgegangen werden. Hierzu müssen allerdings die eventuell zu berechnenden Anfahrtskosten des Fachmanns addiert werden. Ferner können Aufschläge aufgrund von anfallenden und zu verbauenden Ersatzteilen erfolgen. Hier sei anzumerken, dass es diverse Fabrikate gibt, bei denen der jährliche Dichtungswechsel vorgeschrieben ist. Die entsprechend erforderlichen Dichtungen kosten im Durchschnitt zwischen 15 und 50 Euro. Ausgehend von verschiedenen Erfahrungen sollte bei einer bevorstehenden Thermenwartung von Mindestkosten in Höhe von 150 bis 200 Euro ausgegangen werden.

Thermenwartung – Wer ist zuständig: Mieter oder Vermieter?

Wer in einer Mietwohnung lebt, kann in aller Regel davon ausgehen, dass der jeweilige Vermieter für die Wartung der Therme verantwortlich ist. Hier muss der Vermieter einerseits die Regelmäßigkeit der Wartung einhalten. Andererseits ist er auch für die Kostenzahlung zuständig. Prinzipiell kann der Vermieter die anfallenden Kosten für die Thermenwartung auf den Mieter umlegen. Ein wichtiger Punkt ist in diesem Kontext, dass Klauseln, die keine Obergrenze für den Mieter festlegen, unwirksam sind. Werden dennoch entsprechende Klauseln geführt, sind diese ungültig und die Kosten und Pflichten fallen automatisch auf den Vermieter zurück. Des Weiteren müssen sämtliche Kosten für die Thermenwartung in der jährlichen Betriebskostenabrechnung aufgeführt werden. Nur so ist eine Umlegung auf den Mieter möglich.

Fazit: Thermenwartung zwingend notwendig, um keine bösen Überraschungen zu erleben

Um lange Freude an einer Therme zu haben, ist die regelmäßige Wartung des Gerätes zwingend erforderlich. Anderenfalls kann es vor allem in der Heizperiode zu unangenehmen Überraschungen kommen. Nur eine saubere Therme gewährleistet eine optimale Verbrennung. Eine Therme, die regelmäßig gewartet wird und darüber hinaus optimal eingestellt ist, verbraucht generell weniger Energie. Unnötige Kosten können somit effektiv eingespart werden. Ferner erhöht die jährliche Thermenwartung signifikant die Lebensdauer des jeweiligen Modells. Eventuell vorhandene Funktionsstörungen einer Therme lassen sich frühzeitig erkennen und bei Bedarf beheben. Folgeschäden werden durch die Thermenwartung nicht selten verhindert. Prinzipiell sollte die Wartung jedoch ausschließlich von einem Fachmann durchgeführt werden, der mit dem vorhandenen Fabrikat vertraut ist.