Nach einem Wasserschaden schnell reagieren

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Deutlich häufiger Starkregen aufgrund des Klimawandels – Gesundheitliche Folgen vermeiden

Wenn das Wasser bis zum Hals steht: Im Jahr 2013 entstanden in Deutschland 14.000 versicherte Schäden durch Hochwasser – Kostenpunkt 1,8 Milliarden Euro. Die Tendenz von Hochwassern und Starkregenfällen steigt aufgrund des Klimawandels jährlich an. Was in keiner Statistik festgehalten wird, sind die gesundheitlichen Folgen eines Wasserschadens durch ein Hochwassers oder Starkregen. Bei Wohnhäusern und Bürogebäuden gilt: Je länger die Schadensbeseitigung herausgezögert wird, desto größer wird die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens.

 

Wenn die Feuchtigkeit erst einmal in das Mauerwerk einer Immobilie eingedrungen ist, entsteht meist ein Dauerschaden. Der sachliche Schaden an Wohnhäusern, Mietwohnungen und gewerblichen Immobilien ist ärgerlich für den Besitzer – was jedoch noch weit größere Folgen hat, sind die gesundheitlichen Folgen eines Wasserschadens. Wer nicht schnell genug reagiert, riskiert sein Wohlbefinden – Und dennoch warten viele Betroffene eines Wasserschadens viel zu lange mit der Sanierung der wassergeschädigten Gebäudeteile. Stress, nervenzehrende bürokratische Hürden und mangelnde finanzielle Ressourcen sind meist der Grund des langen Zögerns. „Wir haben oft Fälle, in denen erst mal gewartet wird und das Wasser im Keller einfach stehengelassen wird, in der Hoffnung dass es von alleine trocknet. Teilweise sind es Familien, die Angst vor einer zu hohen finanziellen Belastung haben“, erklärt der Technischer Leiter Steffen Scheibmayer von www.sanierungswerk.com, einem der führenden Sanierungsbetriebe im Umkreis von Moers in Nordrhein-Westfalen.

 

Allergien, Asthma, bakterielle Vergiftungen – Die Liste der Erkrankungen durch Feuchtigkeit im Wohnraum ist lang

 

Schimmel ist der Feind der menschlichen Atemwege und die häufigste Folge von zu langem Warten mit der Schadensbeseitigung. Ist bereits ein modriger, muffiger Geruch wahrzunehmen, steigt das Risiko einer Atemwegserkrankung. Denn dann haben sich meist bereits Schimmelpilze im Mauerwerk ausgebreitet.[1] Noch ernster wird es, wenn verunreinigtes Wasser in das Haus eintritt. Mit Fäkalien oder Pestiziden belastetes Abwasser trägt dann krankheitserregende Mikroorganismen ins Innere – Die Gefahr einer ernstzunehmenden Krankheit besteht. Im westfälischen Münster erkrankte erst letztes Jahr ein Mann nach dem verheerenden Hochwasser an der sogenannten Leptospirose, einer oft durch Ratten übertragenen, höchst gefährlichen bakteriellen Infektion.[2] Es gibt unzählige gesundheitliche Risiken eines Wasserschadens im Wohnraum oder am Arbeitsplatz. „Wird der Wasserschaden nicht schnellstmöglich behoben, nisten sich oft Parasiten in den noch feuchten Arealen ein, zum Beispiel Silberfische. Wenn diese sich erstmal vermehrt haben, wird der Kammerjäger unerlässlich“, so Scheibmayer.

 

Schnell reagieren, um größere Schäden zu vermeiden

 

Die Liste der möglichen Schäden am Gebäude nach einem Wasserschaden ist lang: Von der Fäulnis der Baumaterialien über abplatzendes Mauerwerk und Aufquellen der Böden bis hin zum Verlust der Statik und Dauerhaftigkeit der Baukonstruktion durch auftretenden Frost- und Tauwechsel. Langes Warten befeuert den Prozess der Zersetzung und führt zu einem Korrosionsprozess durch die hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumlichkeiten.

 

Trotzdem tun sich viele Betroffene schwer mit einer schnellen Entscheidung: Was genau muss abgebrochen oder demontiert werden? Was kann im Objekt verbleiben? Welche Firmen kommen für Erstmaßnahmen, Trocknung und Renovierung in Frage? Nach einem Hochwasser oder Starkregen sind Hausbesetzer oft überfordert und wissen nicht, was zu tun ist oder können das Risikopotenzial nicht richtig einschätzen. Erschwerend kommen noch bürokratische Hürden hinzu: lange Bearbeitungszeiten der Versicherungen, ein aufwendiges Erstellen des Schadensgutachtens und letztendlich die Berechnung des aufgekommenen Schadens. „Generell rate ich allen Geschädigten zu einer akribischen Auflistung der Schäden. Dann sollte sofort Hilfe beauftragt werden und mit der Trocknung begonnen werden. Ein Sanierungsexperte gibt konkrete Hilfestellungen, analysiert den Schaden und erstellt ein Sanierungskonzept. Dadurch bleibt dem Hausbesitzer enorm viel Aufwand erspart und größere Folgeschäden werden vermieden“, erklärt Scheibmayer.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.sanierungswerk.com

 

 

Bildquellenangabe: M. Großmann  / pixelio.de

 

[1]http://www.baubiologie.net/fileadmin/user_upload/pdfs/Home/Das_Hochwasser_geht_der_Schimmel_kommt_final.pdf

[2]http://www.wn.de/Muenster/1718432-Bei-Aufraeumarbeiten-steckten-sich-Muensteraner-an-Schwer-krank-durch-die-Flut